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Schwangerschaft und PKV für Selbstständige: Absicherung und Leistungen

Tim Bökemeier Tim Bökemeier
calendar_today 27. März 2026
timer 5 Min.
Schwangerschaft und PKV für Selbstständige: Absicherung und Leistungen
Absicherung

Die private Krankenversicherung übernimmt die medizinischen Kosten rund um Schwangerschaft und Geburt: Vorsorgeuntersuchungen, Entbindung und Nachsorge sind je nach Tarif vollständig versichert. Was fehlt, ist der Einkommensersatz: Kein Mutterschaftsgeld, keine Lohnfortzahlung. Dieser Ratgeber zeigt, welche Leistungen Ihr PKV-Tarif bei Schwangerschaft bietet und wie Sie die Einkommenslücke schließen.

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„Die medizinische Versorgung in der PKV ist bei Schwangerschaft oft besser als in der GKV: freie Arztwahl, erweiterte Vorsorge, Einbettzimmer bei der Entbindung. Das Einkommensproblem müssen Sie aber selbst lösen."
Tim Bökemeier · Experte für private Krankenversicherung

Praxistipps:

check_circle PKV-Leistungen bei Schwangerschaft kennen: Vorsorge, Geburt, Hebamme
check_circle Krankentagegeld vor der Schwangerschaft abschließen
check_circle PKV-Beitrag läuft während Elternzeit unverändert weiter

PKV-Leistungen bei Schwangerschaft

Die private Krankenversicherung übernimmt je nach Tarif:

Leistung PKV Komfort PKV Basis GKV zum Vergleich
Vorsorgeuntersuchungen Erweitert (mehr als gesetzliches Programm) Gesetzliches Programm Gesetzliches Vorsorgeprogramm
Hebammenleistungen Vollständig Vollständig Vollständig
Entbindung Freie Klinikwahl, Chefarzt, Einbettzimmer Regelleistung Regelleistung
Ultraschall Auch zusätzliche Untersuchungen Gesetzliches Minimum 3 reguläre Ultraschall
Nachsorge Vollständig, inkl. Hebamme Vollständig Vollständig

Der wesentliche PKV-Vorteil bei der Schwangerschaft liegt in der erweiterten Vorsorge und der Wahlfreiheit bei der Entbindung. Medizinisch sind Sie in der privaten Krankenversicherung gut abgesichert.

Beratungsgespräch zur Elternzeit

Die finanzielle Lücke: Kein Einkommensersatz

Das Problem liegt nicht bei den medizinischen Kosten, sondern beim fehlenden Einkommen. Als privat versicherte Selbstständige erhalten Sie kein Mutterschaftsgeld (das gibt es nur für GKV-versicherte Arbeitnehmerinnen) und keine Lohnfortzahlung.

Die Einkommenslücke umfasst typischerweise sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt, in denen die meisten Selbstständigen nicht oder nur eingeschränkt arbeiten. Bei einem Nettoeinkommen von 3.500 Euro monatlich sind das 10.500 Euro für drei Monate.

Absicherungsstrategie

Baustein 1: Elterngeld (67 % des Nettoeinkommens, max. 1.800 Euro/Monat). Steht auch Selbstständigen zu. Beantragung nach der Geburt.

Baustein 2: Krankentagegeld (bei Komplikationen oder ärztlich bescheinigter Arbeitsunfähigkeit). Muss vor der Schwangerschaft abgeschlossen sein.

Baustein 3: Rücklagen. Planen Sie mindestens drei Monatsgehälter als Reserve für die Zeit rund um die Geburt.

Baustein 4: PKV-Beitrag optimieren. Der PKV-Beitrag läuft während der Elternzeit weiter. Prüfen Sie einen Tarifwechsel nach § 204 VVG oder die Erhöhung der Selbstbeteiligung, um den Beitrag vorübergehend zu senken.

PKV-Beitrag für das Kind

In der privaten Krankenversicherung braucht Ihr Kind einen eigenen Vertrag. Der durchschnittliche Beitrag liegt bei 175 Euro monatlich. In der gesetzlichen Krankenversicherung wäre das Kind über die Familienversicherung beitragsfrei mitversichert (eigenes Einkommen des versicherten Elternteils unter 538 Euro).

Für Familien mit mehreren Kindern kann dieser Unterschied erheblich sein: Zwei Kinder in der PKV kosten 350 Euro monatlich, in der GKV null. Das sollten Sie in die langfristige KV-Kalkulation einbeziehen.

Häufig gestellte Fragen

Werden die Kosten einer Kaiserschnittgeburt von der PKV übernommen? expand_more
Ja, wenn er medizinisch indiziert ist. Einen Wunschkaiserschnitt erstatten manche Tarife, andere nicht. Prüfen Sie Ihre Tarifbedingungen.
Kann ich während der Schwangerschaft den PKV-Tarif wechseln? expand_more
Ein Tarifwechsel nach § 204 VVG ist grundsätzlich möglich. Allerdings kann die Schwangerschaft als bestehende Behandlung gewertet werden, was Einschränkungen bei bestimmten Tarifwechseln bedeuten kann.
Was passiert, wenn Komplikationen auftreten? expand_more
Die medizinischen Kosten für Komplikationen sind über die PKV versichert. Wenn die Komplikationen zur Arbeitsunfähigkeit führen und Sie Krankentagegeld haben, erhalten Sie zusätzlich Einkommensersatz.

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Tim Bökemeier

Tim Bökemeier

Geschäftsführer & PKV-Experte

Tim Bökemeier berät seit über 15 Jahren Selbstständige zur privaten Krankenversicherung. Als Gründer von selbststaendig-pkv.de hat er über 3.800 Kunden bei ihrer KV-Entscheidung begleitet.

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calendar_today Zuletzt aktualisiert: 27. März 2026

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