Wie funktioniert der Optionstarif?
Der Optionstarif ist kein vollwertiger Krankenversicherungsschutz. Er ist eine Anwartschaft auf den späteren PKV-Eintritt. Sie schließen den Optionstarif ab (typisch während der Ausbildung, des Studiums oder in der Anfangsphase der Selbstständigkeit), durchlaufen eine Gesundheitsprüfung und sichern sich damit Ihre aktuellen Gesundheitskonditionen.
Später, wenn Sie in die PKV wechseln möchten, nutzen Sie Ihr Optionsrecht. Sie wechseln ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen Volltarif Ihres Versicherers. Vorerkrankungen, die nach Abschluss des Optionstarifs aufgetreten sind, werden nicht berücksichtigt.
Für wen ist der Optionstarif sinnvoll?
Junge Gründer (unter 30): Das Einkommen ist noch unsicher, die GKV mit Mindestbeitrag die pragmatische Wahl. Aber in wenigen Jahren könnte die PKV attraktiv werden. Der Optionstarif sichert die guten Gesundheitskonditionen von heute.
Berufsanfänger mit absehbar steigendem Einkommen: Wer heute unter der JAEG verdient und in die PKV wechseln möchte, sobald das Gehalt steigt.
Gesundheitsbewusste Vorsorge: Wer heute gesund ist und sich gegen das Risiko absichern möchte, dass eine spätere Erkrankung den PKV-Eintritt erschwert.
Kosten und Laufzeit
Der Optionstarif kostet typischerweise zwischen 10 und 30 Euro monatlich. Die Laufzeit ist meist auf 5 bis 10 Jahre begrenzt, mit Option auf Verlängerung. Die Ausübungsfrist nach Ende des Optionstarifs beträgt typischerweise 6 bis 12 Monate.
Grenzen des Optionstarifs
Der Optionstarif bindet Sie an einen bestimmten Versicherer. Sie können das Optionsrecht nicht bei einem anderen Anbieter einlösen. Prüfen Sie deshalb vor Abschluss, ob der Versicherer eine breite Tarifpalette und eine gute Beitragshistorie hat.
Außerdem: Der Optionstarif ist kein Krankenversicherungsschutz. Während der Laufzeit sind Sie weiterhin über Ihre bestehende Versicherung (GKV oder eine andere PKV) geschützt.